Das Wort Beliebung bedeutete zunächst: Gildesatzung. Diese Satzungen waren nämlich alleine nach Belieben der Gildemitglieder beschlossen und nicht von der Obrigkeit verfügt worden. Später hat das Wort Beliebung eine Bedeutungserweiterung erfahren; es bezeichnet die Gilde selbst.
Lollfuß ist heute der Name einer Straße in Schleswig.
Die erste sichere Nachricht über den Lollfuß findet sich am Ende des 15. Jahrhunderts.Er erstreckte sich damals bis an "der Domherren Tegelhoff", dem jetzigen Domziegelhof. Dort war noch im Jahre 1526 beim Gemeindehaus der St. Michaelis-Gemeinde eine Hecke und ein sich von diesem Hause bis an die Schlei erstreckender Zaun. Seit dieser Zeit dehnte sich der Lollfuß nach und nach bis an den Gottorfer Burggraben aus. Er wurde an der Süd- und Westseite von der Schlei begrenzt. Am 07.09.1711 wurde durch Kommissionalbeschluß der Lollfuß und der Friedrichsberg mit der Stadt Schleswig "zur kombinierten Stadt Schleswig" zusammengeschlossen.
Der Name Lollfuß ist nicht ganz geklärt. Nach Schröder?s Geschichte der Stadt Schleswig kommt der Name vom Erzbischof Lolly aus Mainz, von dem angeblich ein Teil seines Fußes als Reliquie in der Kapelle St. Jürgen und St. Jobs gelegen haben soll. Dieser soll dem Wege zur Kapelle den Namen Lollfuß gegeben haben. Anderen Quellen zu Folge soll der Name von "Lolle", dem alten Wort für Quelle stammen, da der Lollfuß über außerordentlich viele Quellen verfügt, die alle am Fuß des Hesterberges entspringen.